Viel Freude am Ironman Thun
Zum ersten Mal seit 2022 bot der Ironman Thun wieder ein Profirennen für uns Frauen an. Mein Saisonhighlight war somit klar. Seit November habe ich mich auf den 5. Juli vorbereitet. Bis auf ein paar kürzere Ausfälle (schlechtes Essen, Erkältung…) war die Vorbereitung gut verlaufen. Es war ein heisser Tag zu erwarten und die Startliste zeigte starke Konkurrenz. Bis zwei Tage vor dem Wettkampf stieg der Druck, den ich mir selber auferlegte. Dann entschied ich, dass ich einfach mein Bestes geben werde und auch Spass dabei haben möchte. So war ich ab 3:30 Uhr als der Wecker klingelte fokussiert und voller Freude.
Das Schwimmen war eher wellig. Nicht meine Lieblingsbedingungen, aber ein Ironman ist kein Wunschkonzert. Ich fand eine Gruppe mit der ich bis in den Hafen schwamm. Dort wurde es ruhiger und ich entschied noch etwas Gas zu geben. Den leichten Vorsprung auf meine Gruppe brauchte ich dann allerdings um meinen Neo zu öffnen, der klemmte.
Ich startete die Radstrecke kontrolliert und wurde schnell von mehreren Konkurrentinnen überholt. Entlang der Strecke hatte ich alle 20-30km jemand der mir die Abstände zurief. So ging die erste Runde schnell vorbei und ich wusste, dass ich im Fahrplan bin. Dann kam ein kurzes Tief, da mir heiss wurde und die Beine sich langsam meldeten. Kühlen, verpflegen, fokussiert bleiben. Zum Glück lief es schnell wieder rund und ich konnte über die 180km wieder ein paar Plätze gut machen.
Auf den abschliessenden Marathon freue ich mich immer. Bei einem Heimrennen ganz besonders. Die ersten Kilometer waren zäh. Dann fand ich meinen Rhythmus. Herzfrequenz und pace waren genau da, wo sie sein sollten und ich fühlte mich sehr gut. Nebst «meinen Leuten» die anfeuerten und Infos zurufen war die Stimmung unglaublich. Unzählige Zuschauende säumten die Strecke und feuerten uns an. Wie viele Positionswechsel auf den 42km geschahen weiss ich nicht mehr. Jedenfalls wurde ich überholt, überholte zurück, sah hinter mir jemand schnell aufholen und vor mir jemand langsamer laufen. So wurde es nie langweilig.
Im Ziel standen 9:35h (1:05h, 5:12h, 3:11h) und der 12. Rang auf der Anzeige. Eine sehr zufriedenstellende Leistung, da es meine besten Radwerte, zweitschnellste Laufzeit und geringster Abstand auf die Siegerin war. Und: ich hatte Spass. Perform & enjoy!





