Neue Ironman Bestzeit in Schweden
Sechs Wochen nach Thun stand ich am Ironman Kalmar, Schweden am Start. Als Teil der Ironman Pro Series war das Rennen stark besetzt. Somit hatte ich mir kein konkretes Rangziel gesetzt, liebäugelte aber aufgrund der schnellen Strecke mit einer persönlichen Bestzeit. Mit meiner besten Schwimmleistung bisher habe ich den Grundstein dafür gelegt. Dass uns auf den letzten 1.3km viele Zuschauende an der Strecke anfeuerten hat sicher geholfen. Die Radstrecke ist zwar flach (knapp 600 HM), aber auch windig. Im Gegenwind konnte ich mich gut klein machen und etwas mehr Watt drücken. Bei Rückenwind lief es wie von allein. Trotz sehr einsamer Fahrt gingen die 180km schnell vorüber. Auch hier halfen die vielen «heja, heja» Zurufe motiviert zu bleiben. Nach 6h war ich in der Wechselzone und war zuversichtlich unter 9:25h ins Ziel zu kommen. Sogar deutlich. Die erste Laufrunde lief wie geplant. 14km auf denen ich meinen Rhythmus fand, gut verpflegen und die Stimmung aufsaugen konnte. Kurz danach machte mein Verdauungstrakt aber nicht mehr mit. Ein Problem, dass ich seit 2022 nie mehr hatte. Ich entschied mich nur noch vorsichtig Gels zu nehmen, genug Wasser zu trinken und einfach weiter zu laufen. Nie stehen bleiben war das Motto. 26km sind zwar ziemlich weit, aber je langsamer man wird, umso länger dauert es. Und ich hatte noch einen Puffer. Ich kämpfte mich ins Ziel und konnte mir so in 9:21h trotzdem noch meine schnellste Ironmanzeit sichern. Zufrieden mit dem Schwimmen (1:02h) und Radfahren (4:55h). Enttäuscht über den Lauf (3:20h). Insgesamt trotzdem eine Leistung auf die ich stolz sein darf und dank der Stimmung in Kalmar hat das Rennen auch viel Freude bereitet.



