Jamie’s Saisonstart im Kraichgau

Am Sonntag ging meine Saison am 70.3 Kraichgau los. Das Wetter war zu meinen Gunsten warm. So warm, dass wir Profis ohne Neo schwammen. Ich kam am Start gut weg und hätte eigentlich ein paar Füsse zum folgen finden sollen. Als sich die Gruppe nach rechts und links aufteilte und ich mich nicht direkt anhängte verlor ich den Anschluss. So zog ich dann ein Grüppchen, anstatt wie geplant jemandem zu folgen. Platz 16 in T1. Mit einem schnellen Wechsel sprang ich auf’s Rad. Sehr früh meldeten meine Beine, dass sie heute nicht viel Kraft produzieren möchten. So kämpfte ich mich vor allem mit dem Kopf bis in T2. Immerhin vergingen die knapp 90km gefühlt relativ schnell. Da ich eine Athletin mehr überholt hatte, als mich überholt haben konnte ich auf der Radstrecke einen Platz gut machen. Platz 15 in T2. Da ich mich auf dem Rad gut verpflegt hatte und in den Tagen vor dem Rennen als getan habe um gut auf die Hitze vorbereitet zu sein, freute ich mich auf einen starken Lauf. Leider liessen mich meine Beine auch hier etwas im Stich. Ich versuchte positiv zu bleiben und die Energie der Zuschauer auf zu saugen. Dank der Zurufe von meinem Mann wusste ich immer wo meine Konkurrentinnen waren. So konnte ich doch noch Plätze gut machen. 3.5km vor dem Ziel hörte ich «1min auf die 12.». Das schien mir schwierig aufholbar, aber ich versuchte noch zu beschleunigen. Rund 500m vor dem Ziel überholte ich sie dann tatsächlich. Sie blieb dran. «Den Sprint gewinne ich», war mein sehr starker Gedanke. Ich lief zügig, aber kontrolliert bis zur letzten Kurve vor dem Zielteppich. Dann setzte ich zum Sprint an, meine Konkurrentin im Augenwinkel, bereit noch zuzulegen, falls nötig. Sie lief mit, konnte mich aber nicht überholen und so kam ich als 12. ins Ziel. Trotz eher bescheidenen Werten in allen Disziplinen bin ich mit dem Resultat in diesem starken Feld zufrieden. Und manchmal lernt man mehr an einem Tag, an dem es nicht so läuft:-)